Wenn man sich für das Online-Dating als Konzept entscheidet, hat man wahrscheinlich schon sehr viel Zeit damit verbracht, sich darüber Gedanken zu machen, was man sich vom Online-Dating allgemein oder auch eher spezifisch erhofft. Klar definierte Hoffnungen hat man mit höherer Wahrscheinlichkeit, wenn man sich für eine Plattform entschieden hat – zumindest hat man aber dann schon eine Vorstellung, wie man am besten das erreicht, was man sich vom Online-Dating erhofft. Allerdings verschwenden die wenigsten Menschen einen Gedanken daran, wie sie ihr Profil gestalten wollen, bevor es so weit ist, dass sie sich daran setzen müssen. Dann kommt es oft vor, dass sie sich ein paar der Profile der anderen Nutzer ansehen und ihres so ähnlich gestalten, damit sie alles richtig machen. Dieses Vorgehen ist aber oft eher falsch als richtig. Das liegt daran, dass man nie wissen kann, ob die anderen Nutzer ihr Profil optimal gestaltet haben. In der Regel haben sie es nicht, und selbst wenn es der Fall wäre, kann man nicht genau sagen, ob es für einen selbst auch die optimalen Chancen bringt, wenn man sein Profil genauso gestaltet. Schließlich kommt es beim Profil sehr darauf an, dass man sich selbst darstellt, und das setzt voraus, dass man das Profil individuell gestaltet.

Wie also soll man das Profil gestalten? Es ist keineswegs falsch, sich Inspiration von den Profilen von anderen Nutzern zu holen, wenn man deren Profile nicht imitiert. Die Inspiration sollte eher dazu dienen, wie extensiv man sich selbst vorstellen sollte. Aber auch hier muss man beachten, dass es nicht unbedingt der Fall sein muss, dass die anderen Nutzer das optimal gemacht haben.

Wenn man sein eigenes Profil erstellt, ist es sehr wichtig, dass dieses Profil den eigenen Charakter widerspiegelt. Das heißt, dass man die Seite zum Beispiel in seiner Lieblingsfarbe gestalten kann, wenn die Plattform das zulässt. In jedem Falle aber muss man ausreichend Informationen zu sich selbst bereitstellen, um sich angemessen vorzustellen. Das heißt zum Beispiel, dass man etwas zu den eigenen Hobbys und dem Job und der Ausbildung und vielem mehr sagen kann. Allerdings ist es keinesfalls ein Muss, all diese Themen abzudecken. Man sollte aber versuchen, sowohl die Themen abzudecken, die einem selbst am Herzen liegen, als auch diejenigen, die anderen Suchenden am Herzen liegen. Das heißt, selbst wenn man sein Hobby für nicht erwähnenswert hält, weil es etwas ist, das viele Menschen mögen, sollte man es erwähnen, weil es etwas ist, was das eigene Leben beeinflusst und daher für eine Partnerschaft relevant sein kann. Gleichermaßen muss man aber auch versuchen, nicht zu viel Information zu geben. Wenn man zum Beispiel alle Hobbys nennt, die man in seinem Leben einmal hatte, wissen die anderen Menschen zwar eine Menge über einen selbst, aber sie haben sehr viel Information bekommen, die für das aktuelle Leben nicht relevant ist. Man sollte also versuchen, sich so zu beschreiben, wie man aktuell ist, und alles zu erwähnen, was auf das eigene Leben aktuell einen größeren Einfluss hat.